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Zementfliesen in der Herstellung

Anders als bei handelsüblichen Kacheln und Fliesen werden Zementfliesen nicht gebrannt. Auch werden Farben und Motive nicht einfach dünnschichtig aufgetragen. Vielmehr wird bei der Zementfliese farbiger Zement verwendet, der als feste Materialschicht von mehreren Millimetern Dicke mit dem Sockel der Fliese durch ein hydraulisches Pressvefahren verbunden wird.

Bei Zementfliesen wird zunächst das Motiv als Metallschablone ausgearbeitet (zumeist aus Kupfer). Durch diese Form werden die verschiedenen Farbbereiche voneinander abtrennt. Selbstverständlich lassen sich so auch einfarbige Fliesen herstellen. Die individuelle Metallform wird dann in einen Präzisionsrahmen eingepasst, um so die Maßhaltigkeit der Fliesen zu gewährleisten. Die durch die Schablone abgegrenzten Farbfelder werden mit einer Mischung aus Marmorstaub, Felsgranulat, feinem Sand und natürlichen Farbpigmenten gefüllt.

Schließlich wird die Motivschablone vorsichtig entfernt. So entstehen die charakteristischen weichen Übergänge zwischen den Dekorgrenzen, wobei die einzelnen Farbflächen dennoch klar getrennt bleiben. Die eingefärbte Schicht der Fliese wird dann mit angetrocknetem Mörtel bedeckt. Anschließend wird die Zementfliese unter hohem Druck hydraulisch gepresst. Auch das geschieht in Handarbeit. Die Fliese wird dann aus der Form herausgelöst. Zur Trocknung und Aushärtung des Zements werden die Fliesen abschließend über viele Wochen gelagert. Erst nach dieser langen ›Reifezeit‹ sind die Zementfliesen bereit zur Verwendung. Auch wenn der Produktionsprozess nicht über die Maßen kompliziert klingen mag: die Herstellung hochwertiger Zementfliesen bedarf im Detail profunder Erfahrung in Handwerk und Gestaltung. Genau deshalb lassen wir unsere Fliesen nur vor Ort und nur durch langjährig geschulte Spezialisten herstellen.